BH als Airbag gegen Gewalt

Büstenhalter für Rumänien

BH

Was läuft eigentlich im Frauenhaus?

Obwohl die Frauen aus dem Frauenhaus in der rumänischen Stadt Gheorgheni bereits viele BHs verkaufen konnten, sind sie immer noch fleissig an der Arbeit. Sie waschen und richten die von Ihnen gespendeten BHs so her, dass sie sie anschliessend weiterverkaufen und somit ein wenig Geld IMG_20160915_153942verdienen können. Momentan bewohnen das von ora unterstützte Haus vier Frauen mit ihren vier Kindern.

Eine davon ist Robi, die das Haus eigentlich letzten Sommer verlassen hatte. Zuvor lebte sie bereits fünf Jahre lang im Frauenhaus. Als sie einen Freund gefunden hatte beschloss sie mit ihm zusammenzuziehen. Dies ging eine Zeit lang gut. (mehr …)

Entkriminalisierung häuslicher Gewalt in Russland?!

In Russland soll häusliche Gewalt bald nicht mehr so hart bestraft werden. Handelt es sich bei dem Täter um einen Ersttäter und trägt das Opfer keine erheblichen gesundheitlichen Schäden von der Misshandlung, so soll das Straffmass künftig von einer Haftstrafe auf eine blosse Ordnungsstraffe herabgesetzt werden. Kritiker argumentieren, dass somit häusliche Gewalt in Teilen praktisch entkriminalisiert werde.Russland6

Wenn sie keine ernsthaften gesundheitlichen Verletzungen verursachen, sollen Schläge innerhalb der Familie künftig nicht mehr als Straftat sondern lediglich als Ordnungswidrigkeit gelten und lediglich mit einer Geldstrafe oder nicht mehr als 15 Tagen Gefängnis quittiert werden. (mehr …)

Die 16 Tage sind vorbei – aber wir sind noch lange nicht fertig!

Mit dem heutigen internationalen Tag der Menschenrechte gehen die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ zu Ende. Gewissermassen passend dazu gibt es einen in Rumänien bekannten Witz:

Was macht eine rumänische Frau mit einem leeren Blatt Papier? – Sie liest ihre Rechte!

Dass dies nicht wirklich ein Witz, sondern viel eher eine ziemlich überspitzte Darstellung der traurigen Realität ist, trägt massgeblich zur Wichtigkeit unserer „BH gegen Gewalt“-Kampagne in Rumänien bei. Frauen und speziell Mütter, die es in einem patriarchalen Land wie Rumänien oft nicht leicht haben, sollen Zukunftsperspektiven geboten werden.

Die Aussage des Witzes ist aber auch bedeutend für die Problematik, die durch den diesjährigen Slogan der 16 Tage-Kampagne, „Bild. Macht. Mensch: Rollensichten“, thematisiert wird. Denn viel zu oft prägen geschlechterspezifische Rollenbilder das Denken und Handeln von Menschen. So ist in Rumänien beispielsweise die Vorstellung sehr verbreitet, dass Frauen hinter den Herd gehören und auf die Kinder aufpassen müssen. Frauen sollen sich um den Haushalt kümmern, während die Männer allgemein das Sagen haben.

Im Rahmen der internationalen Kampagne standen die vergangenen 16 Tage ganz im Zeichen der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Nicht nur in Rumänien, nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit. Vom cfd koordiniert haben Schweiz weit über 50 Mitveranstalter/innen auf verschiedene Arten auf die Thematik aufmerksam gemacht und haben so zum Nachdenken, auch nach dem Ende der „16 Tage“-Kampagne, verleitet.

Auch wenn die 16 Tage jetzt vorbei sind, läuft unser Projekt in Rumänien weiter, denn die Arbeit ist noch lange nicht getan! Wir sammeln weiterhin unermüdlich eure ausrangierten BHs, um mit eurer Hilfe den Frauen aus dem Frauenhaus den Weg zur Selbstständigkeit zu erleichtern. Wir bleiben dran – ihr hoffentlich auch!

 

Hautnah: Schicksale aus dem Frauenhaus – Die Hoffnung, dass er sich dieses Mal wirklich ändert

Nicht alle Frauen, die in das Frauenhaus einziehen, bleiben für längere Zeit. Die Leiterin des Frauenhauses berichtete uns beispielsweise von der Mutter eines Neugeborenen, welche morgens im Frauenhaus ankam und dieses bereits am selben Nachmittag wieder verliess. Die besagte Frau wurde bereits des Öfteren von ihrem Partner körperlich misshandelt, sodass sie auch schon einige Tage im Krankenhaus verbracht hat. Danach kehrte sie jedoch jedes Mal wieder zu ihm zurück. (mehr …)

Artikel: “Marital rape – the secret atrocity of Romanian domestic abuse”

Ein Artikel zu häuslicher Gewalt in Rumänien 3/3

 

„It happens all the time – but women will not talk about it“ (Es passiert ständig – aber Frauen sprechen nicht darüber), mit diesen Worten wird der dritte und letzte Artikel dieser Serie eingeleitet. Es ist ein Artikel über eheliche Vergewaltigung, welche ein grosses Problem in Rumänien darstellt. Denn ist es für Opfer von Vergewaltigung ohnehin schon schwierig diese zu melden und ihre Täter anzuklagen, so fällt es den meisten nochmals zusätzlich schwer, wenn es sich bei dem Täter um den eigenen Ehemann handelt. (mehr …)

Artikel: “I forgave everything for this idea – of having a family“, victims of domestic violence speak out

Ein Artikel zu häulsicher Gewalt in Rumänien 2/3

 

Im heute vorgestellten Artikel erzählt die Rumänin Eleonora von ihrem Leben mit einem gewalttätigen Ehemann. Als sich die damals 25-Jährige in den Tierarzt verliebte, träumte sie davon mit ihm eine Familie zu gründen. Für den Traum einer glücklichen Ehe und Familie war sie bereit, dem Mann alles zu vergeben und zu vergessen. Jedoch verwandelte sich dieser Traum bald in einen Albtraum.

artikelbild2Seinen Anfang nahm Eleonoras Albtraum bereits auf der Hochzeitsreise. Eleonora berichtet, wie sie eines Tages im Hotelzimmer etwas trinken wollte, da sie durstig war. Ihr frisch verheirateter Ehemann jedoch belehrte sie, dass sie von nun an nicht einfach trinken könne wann sie wolle, sondern nur dann, wann er es sage. Bald fing er an seine Frau zu treten, zu schlagen und sie anzuspucken. (mehr …)

Artikel: “I will destroy you, I won’t stop until I destroy you,” victims of domestic violence speak out

Ein Artikel zu häuslicher Gewalt in Rumänien 1/3

 

Im ersten der drei hier vorgestellten Artikel zu häuslicher Gewalt in Rumänien erzählt die geschiedene, zweifache Mutter Mihaela die Geschichte einer physisch und psychisch misshandelten Frau – es ist die Geschichte ihres eigenen Lebens.

artikelbild1 Mihaela erzählt wie, als sie ihre zweite Tochter bei einer Frühgeburt zur Welt brachte, ihr Ehemann sie als dumm beschimpft hatte und ihr sagte, sie solle „den Krüppel“ ja nicht in sein Haus bringen. Während den drei Monaten, in denen Mutter und Tochter im Spital bleiben mussten, liess er nichts von sich hören. Als Mihaela danach mit ihrer Tochter nach Hause kam, fing ihr Mann bald an sie zu misshandeln. Er beleidigte und bedrohte sie, schlug sie, zerrte an ihren Haaren und warf sie immer wieder raus. Jedes Mal kehrte sie nach einiger Zeit wieder zu ihm zurück. (mehr …)

Einen Sexy Little Bag zu Weihnachten?!

Bist du noch auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk für deine beste Freundin? Wie wäre es mit einem Sexy Little Bag, also einem süssen, kleinen Täschchen der ganz besonderen Art? Bei Sexy Little Bag werden ausrangierte, nicht mehr gebrauchte BHs in einem nachhaltigen und fairen Prozess zu kleinen Necessaires, die perfekt in jede Handtasche passen, umfunktioniert. slb1Das spezielle Design aus den beiden Cups eines BHs macht jedes Stück einzigartig und du unterstütz damit sogar noch eine gute Sache. (mehr …)

Hautnah: Schicksale aus dem Frauenhaus – Eine etwas andere Geschichte

Die Gründe, weshalb Frauen ins Frauenhaus einziehen, können ganz unterschiedlich sein. Kürzlich ist eine Frau mit einem 1-monate alten Kind im Frauenhaus in Gheorgheni angekommen. Die 37-jährige Mutter ist in verschiedenen Kinderheimen aufgewachsen und hat keine eigene Familie, die sie unterstützen könnte. Auch der Vater ihres neugeborenen Kindes, der teilweise im Ausland arbeitet, hat dazu keine Möglichkeit. Zudem wurde sie, als das Kind zur Welt kam, von den Eltern ihres Partners rausgeschmissen, sodass die eben gewordene Mutter obdachlos wurde. Es blieb ihr nichts anderes übrig als im Frauenhaus Zuflucht und Hilfe zu suchen. (mehr …)

Perosa nun mit allen Filialen dabei!

Es freut uns sehr verkünden zu dürfen, dass Perosa ab sofort mit allen 25 Filialen Schweiz weit bei unserem Projekt mitmacht und für uns eure BHs sammelt! Das ist grossartig!

Mit der wertvollen Mithilfe von Perosa haben wir nun in fast jeder grösseren Stadt der Schweiz eine BH-Sammelstelle. Jetzt gibt es keine Ausrede mehr, ausrangierte BHs nicht zu spenden – denn bestimmt befindet sich auch bei dir in der Nähe ein Geschäft, welches deine BHs entgegennimmt. (mehr …)